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Apropos Damenorchester: PDF Drucken E-Mail

Ein Damenorchester spielt eine grosse Rolle im berühmtesten Werk von Oscar Straus, die Operette “Ein Walzertraum” aus dem Jahr 1907.
Ein Prinzgemahl verliebt sich in eine Geigerin, erfüllt aber letztlich doch seine Standespflicht und heiratet die Prinzessin.

Oscar Straus war nicht ein Komponist der seichte Geschichten vertonte.OStrausEr stammte aus einer wohlhabenden Familie die vorerst die musikalischen Escapaden des jungen Oscar gar nicht schätzte. Schon in der Handelsschule schrieb er Noten statt Ziffern. Ein hoffnungsloser Fall.
Dann absolvierte er ein profundes Studium mit Harmonielehre und Kontrapunkt bei Max Bruch.

Max Bruch war ein sehr kompetenter, aber auch frustrierter Mensch.
Er fühlte sich unterbewertet und setzte all seine Hoffnungen auf seinen brillianten neuen Schüler Oscar.
Diese Atmosphäre bedrückte den Teenager Oscar sehr, als er dann noch ein Requiem komponieren sollte kam es zum Bruch mit Max Bruch. Nelly mit Tochter Kitty

Erst in 1920 bei der Premiere der Oscar Straus Operette "Der letzte Walzer" in Berlin gab der greise Max Bruch dem mittlerweile 50 jährigen Oscar Straus das Kompliment: "Man sieht ja immerhin das Du bei mir studiert hast".
Die zweite Lernphase war das Dirigieren an verschiedenen Theatern, unter anderen auch in Hamburg wo er Assistent von Gustav Mahler war. Dies war sozusagen das Praktikum seines Studiums.

Mittlerweile hatte er die begabte Geigerin Helene Neumann geheiratet, die unter ihrem Künstlernamen Nelly Irmen viel Erfolg hatte.
Für sie komponierte er ein Musikstück nach dem anderen. Ebenso schnell wurden drei Kinder geboren: Louis (1895), Leo (1897) und 1898 die Tochter Katharina (Kitty).

Gabriele Straus-Stern1900 hatte der Schriftsteller Ernst von Wolzogen, inspiriert durch das pariser “Le chat noir”, die Idee in Berlin ein literarisches Kabarett, das Überbrettl, zu gründen.
Als Hauspianist und Komponist wurde Oscar Straus engagiert. Mit Erfolg. Er schrieb einen Hit nach dem anderen. "Die Musik kommt", "Der lustige Ehemann", "Die Haselnuß".
Diese Übung im Schreiben von Chansons, die Berücksichtigung der Einheit zwischen Text und Musik war mitbegründend für die spätere Karriere.
Das Umfeld dieser Tätigkeit führte leider zum Scheitern seiner Ehe mit Nelly.
Seine neue Muse wurde Bozena Bradzky für die er etwa 300 Chansons schrieb die sie abends mit ihm am Flügel im Überbrettl vortrug.

Aber Straus wollte mehr. Zusammen mit dem Dichter Fritz Oliven, von dem er schon einige Versen für das Überbrettl vertont hatte, entschloß er sich eine Operette zu schreiben.
Dr. Fritz Oliven hatte in Berlin eine gut gehende Anwaltskanzlei und schrieb unter dem Pseudonym "Rideamus" (lat. für laßt uns lachen) boshafte Verse.

Das Motto der beiden war zurück zu Jacques Offenbach.
Offenbach benützte in seiner Operette “Orpheus in der Unterwelt” die Griechische Myhologie um das französische Kaiserreich aufs Korn zu nehmen so bedienten sich Straus und Rideamus der Nibelungensage um unter dem Titel “Die lustigen Nibelungen” das deutsche Kaiserreich unter Wilhelm II zu parodieren.
Die Folge war, das sich vorerst kein Theaterdirektor traute das sarkastische Werk aufzuführen. Erst in 1904 wurde es in Wien auf die Bühne gebracht und in Serie 50 Mal aufgeführt.

Die lustigen NibelungenZu begrüssen ist, dass vor einigen Jahren "Die lustigen Nibelungen" beim Label Capricio auf CD erschienen sind.

 

 

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